MIGAP “Markers in GBA-associated PD (MIGAP) - Früherkennung, Progress, Mechanismen, Neuroprotektion”

Prospektive, multizentrische Fall-Kontroll-Studie
Studie (Deutschland)

Hintergrund de Studie:
Bei der Gaucher-Krankheit, einer vererblichen Stoffwechselerkrankung, häufen sich aufgrund einer verringerten Aktivität eines Abbauenzyms zuckerhaltige Fettstoffe an. Die Gaucher-Krankheit betrifft viele Organsysteme – u.a. das zentrale Nervensystem- und führt über noch unklare Mechanismen zu Schädigungen und schließlich dem Untergang von Zellen. Bei den betroffenen Personen kommt es im Krankheitsverlauf zu verschiedenen Symptomen wie Blutarmut, Abnahme der Knochendichte und auch zu neurologischen Ausfällen. Durch Studien wurde man darauf aufmerksam, dass Familienangehörige mit einer Mutation des Abbauenzyms überzufällig häufig an der Parkinsonerkrankung leiden. Nun stellt sich die Frage, warum manche Menschen mit dieser Genmutation an Parkinson erkranken und warum andere nicht erkranken. Die MIGAP-Studie soll dazu Aufschluss geben.

Patienten-Zielgruppe:
An der Studie teilnehmen können sowohl an Parkinson erkrankte Personen mit Mutation im GBA Gen, als auch an Parkinson erkrankte Personen ohne Mutation im GBA Gen. Des Weiteren werden gesunde Personen mit und ohne Mutation im GBA Gen in die Studie einbezogen.

Wichtigste Ein- und Ausschlußkriterien:
Einschlusskriterien:

  • Alter zwischen 40 und 90 Jahren
  • manifeste Parkinson-Erkrankung, entweder mit oder ohne Gaucher-Mutation, asymptomatische Träger der Gaucher-Mutation, gesunde Kontrollen

Studienort:
DZNE-Standorte Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Tübingen

Weiterführende Informationen:
DZNE Standort München

Frau Yvonne Rödenbeck
yvonne.roedenbeck(at)dzne.de
089 - 4400 45 455

Stand der Studie:
Es werden noch Patienten gesucht!

Hauptprüfer:
Professor Daniela Berg, Zentrum für Neurologie, Universität Tübingen

Studienärzte:
Prof. Dr. med. Günter Höglinger
Prof. Dr. med. Bernhard Haslinger
Dr. med. Matthias Höllerhage
Dr. med. Angela Jochim
Dr. med. Sylvia Maass
Dr. med. Gesine Respondek